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Das Keine-Lust-Monster

Passend zum Alter kommt es in der Mittelstufe zunehmend vor, dass ein Kind als Begründung bei einer Schwierigkeit «Keine Lust» antwortet. Im Klassenverband der 5. Klasse wurde besprochen, dass das Gefühl nichts Ungewöhnliches ist – auch Erwachsene kennen es – dass es jedoch je nach Kontext als Antwort sehr unpassend ist und einem nicht unbedingt aus der Situation heraushilft.

Um das Thema besser greifbar zu machen, haben die Kinder ihr eigenes «Keine-Lust»-Monster gezeichnet: Was löst in mir das Gefühl aus und wie kann ich es bekämpfen? Dabei haben die Kinder für sich reflektiert, was die Stärken ihres Monsters sind, aber auch, was seine Schwächen sind – sprich, wie sie Herr über das Gefühl werden können und sich von ihm nicht herunterziehen lassen.

Es entstanden sehr angeregte Gespräche und die Kinder haben einander ihr «Keine-Lust»-Monster vorgestellt. So haben sie ein Medium gefunden, über etwas zu sprechen, das persönlich ist, sie aber als Schwierigkeit alle kennen. Die Monster tragen verschiedene Namen wie Superablenki, Wutfaulibus, Chaosizickibus oder Müdipus und haben unterschiedliche Stärken, zum Beispiel, einem das Gefühl geben, man könne nichts, oder einem aufzeigen, was man gerade nicht haben oder machen kann.

Als Abschluss wurden in der Klasse Tipps gesammelt, wie man diese Monster (also dieses Gefühl) bekämpfen kann: in die Ruhe gehen; mit jemandem darüber reden; Aufgaben in kleinere Schritte unterteilen; sich eine Belohnung als Motivation setzen und weitere Strategien.