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Klassenlager 6. Klasse

Klassenlager in der Steinzeit, 19. – 23. August 2019

Am frühen Montagmorgen treffen wir uns bei strömendem Regen am Bahnhof Dinhard und steigen etwas angespannt in den Zug. Wir freuen uns sehr auf das Klassenlager, wissen aber auch nicht genau, wie wir uns das Leben im Wald in Tablat ZH vorstellen sollen. Spätestens als der Regen nachgelassen hat, wir trockenen Fusses zum Camp gelangt sind und dort herzlich von Julian begrüsst werden, legt sich die Anspannung etwas. Nach dem Einrichten des Camps und einem kleinen Lunch geht es ans Feuerbohren und wir schaffen es tatsächlich unser Feuer für diese Woche ohne Streichhölzer und Feueranzünder zu entfachen. Nun sind wir in der Steinzeit und im Lager angekommen und fühlen uns wohl.

Während fünf Tagen begleitet uns das einfache aber strenge Leben rund um das Feuer. Wir schnitzen ein Feuersteinmesser, suchen Lehm zum Töpfern, stellen clevere Fallen auf ohne darin Tiere zu fangen, brennen einen Löffel aus und schnitzen ihn danach zurecht, begeben uns in eine Schwitzhütte, kochen über dem Feuer unser Schlangenbrot und gegen Ende der Woche auf unkomplizierte Weise Brotfladen, bereiten köstliches Essen zu und geniessen das Zusammensein und Singen um das Lagerfeuer. Julian leitet uns gekonnt an und gewinnt unsere Herzen mit seiner ruhigen und liebevollen Art.

Am Schlussabend geniessen wir ein leckeres Poulet aus der Grube und witzeln noch, ob wohl die Wölfe im Wald das letzte Poulet holen kommen. Nach vielen alten Liedern, die uns Julian beigebracht hat, gehen wir alle müde ins Zelt. Doch um Mitternacht beginnen tatsächlich die Wölfe zu jaulen und wir müssen natürlich nachschauen, ob all unser Essen noch vorhanden ist. Tatsächlich ist unser Schlangenbrotteig für den nächsten Morgen nicht mehr in der Kiste, jedoch finden wir dort ein Kroki. Ausgerüstet mit Taschenlampen folgen wir dem Kroki und später einer Seilspur. Plötzlich entdecken wir das Licht einer Fackel und begeben uns mit mulmigem Gefühl in diese Richtung. Ein feuerspuckender Werwolf erwartet uns, hinter ihm liegt das Teigbecken. Die einen verwickeln den etwas aggressiven Werwolf in ein Gespräch und ein paar geschickte schnelle Läufer holen sich den Teig hinter dem gefährlichen Tier. Sobald das Becken in unseren Händen ist, ergreifen wir die Flucht. So können wir auch am Freitagmorgen nochmals leckeres Brot backen und sind gestärkt für das Einpacken, Aufräumen und die Heimreise.

Angela Dürr