Exkursion
Am Dienstag, den 13.04.2021, trat die 5. Klasse gemeinsam mit ihrer Klassenlehrperson Frau Ketteler am Bahnhof in Dinhard die Reise nach Zürich an.
In Winterthur stoss Frau Rüegg, die Studentin der Pädagogischen Hochschule Schaffhausen, dazu. Sie hatte sich mit Freuden dazu bereit erklärt als Begleitperson mitzukommen.
- Etappe
Nicht weit vom Bahnhof Zürich entfernt, lag unser erstes Anlaufziel. „Kosmos“ stand gross auf einer runden Anzeigetafel, die sich zum Erstaunen der Schülerinnen und Schüler (SuS) um sich selbst drehte. Wir waren noch zu früh und so warteten wir geduldig vor dem Kino. Die Knaben assen genüsslich ihren Znüni, während Frau Rüegg die Aufmerksamkeit der Mädchen mit ihrer Fotografiekunst auf sich lenkte. Einige wollten sich daraufhin sogar selbst fotografieren lassen und es entstanden spannende Spiegelbildfotografien.
Nach einer kurzen WC- Session und dem obligaten Händedesinfizieren konnten wir uns nun endlich in die bequemen Kinosessel werfen. Der Film, der uns bevorstand, handelte von Amra, einem mongolischen Steppenjungen, der einen grossen Traum hatte: Er wollte bei einer landesweiten Castingshow mitmachen und ein Lied vorsingen, das dessen Vater ihm immer vorgesungen hatte. Das Lied handelte davon, dass die Adern der Welt aus Gold seinen und die Erde beschützt werden musste. Der Kontext des Liedes passte sehr gut zum weiteren Inhalt des Films. Amra und seine Familie lebten als Nomaden in der mongolischen Steppe. Ihre einzige Einnahmequelle war der selbstproduzierte Schafskäse. Da grosse Firmen das Land um sie herum umgruben, wurden die Nomaden immer weiter zurückgedrängt und die Selbstversorgung wurde von Tag zu Tag schwieriger. Amra’s Familie hatte also mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, als dass sie sich um Amra’s Wunsch kümmern konnte. Trotzdem nahm sich sein Vater Zeit und begleitete Amra zu einem ersten Casting. Die anschliessende Heimreise hatte für Amra und seine Familie weitreichende Folgen und führte fast dazu, dass Amra seine Leidenschaft, das Singen, aufgeben wollte. Die SuS verfolgten den Film mucksmäuschenstill und die Spannung im Raum war regelrecht zu spüren. Die Filmmusik und die Schönheit der Filmkulissen raubten einem manchmal fast den Atem. Die Eindrücke waren sehr ergreifend und so kamen manchen im Film sogar die Tränen.
Der Film war für Kinder ab sechs Jahren freigegeben. Dennoch waren einige SuS der Meinung, dass manche Szenen besser für ältere Kinder geeignet gewesen wären.
- Etappe
Nachdem wir den Kinosaal verlassen hatten und Frau Ketteler den Lerneffekt des Films und Fragen dazu mit den SuS besprochen hatte, machten wir uns wieder auf Richtung Hauptbahnhof. Unser nächstes Ziel war der „Lindenplatz“, denn dieser stellte einen wichtigen Ort in der Geschichte vom Kanton Zürich dar. Froh, dass das Wetter wunderbar mitspielte und jeden Sonnenstrahl geniessend, assen wir unser Mittagessen in einem schönen Park unterhalb vom Lindenplatz unter freiem Himmel. Die Mädchen machten es sich auf einer Isolierdecke auf einer Wiese bequem, währendem die Knaben, abgelenkt durch einen Spielplatz, kaum Zeit zum Essen fanden. Nach einer kurzen Runde „Fangen spielen“ nahmen wir die letzte Etappe in Angriff.
- Etappe
„Ruhig sein“, „Nicht rennen“, „Nichts anfassen“, hiess es im Landesmuseum. Ganz schön langweilig, könnte man sich da denken. So langweilig, war es dann aber nicht. Frau Lombardo, die vom Museum angestellt war, entführte uns in die Zeit der Römer. Sie wusste sehr viel zu erzählen und erklärte uns, wie die Römer früher lebten, was sie anhatten und welche Bräuche und Traditionen ihre Kultur prägten. Die SuS lernten beispielsweise, dass sogenannte Fibeln die Tuniken der Römer zusammenhielten. Neu war für die meisten SuS, dass sich die Götter der Römer von denen der Griechen unterschieden. Anstelle von Zeus, benannten die Römer ihren Gott nach dem Planeten Jupiter; Hermes, den Götterboten, nannten die Römer Merkur. Fasziniert waren die Knaben zudem von den römischen Schwertern, die an verschiedenen Stellen in der Schweiz gefunden worden waren. Nachdem wir einen Einblick die Zeit der Römer erhalten hatten und uns mit den archäologischen Fundstücken auseinandergesetzt hatten, wurden die SuS selber zu Archäologen. In einem Atelier des Museums durften die SuS unterschiedliche Fundstücke, manche echt und manche eine Replik, begutachten und hatten die Aufgabe herauszufinden, welche aus der Römerzeit stammten. Schliesslich durften sie einen dieser Gegenstände auswählen und ihn wie ein Archäologe detailliert beschreiben und sogar abzeichnen.
Der Aufenthalt im Museum stimmte die ganze Klasse auf ihr nächstes Thema, die Römer, im NMG- Unterricht ein. Durch die Führung und die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Fundgegenständen erhielten sie einen differenzierten Einblick und werden nun bestens vorbereitet sein.
Alles in allem war die Exkursion sehr lehr- und abwechslungsreich. Trotz dem Maskentragen und den Einschränkungen, die aufgrund von Corona bestanden, konnten wir die Exkursion auch dank des guten Wetters sehr geniessen.
Mit Freunden denken wir schon an den nächsten Ausflug, wo auch immer der uns hinführen mag!
(L. Rüegg, PHSH)